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Unsere Geschichte

·2 min

Ein Ort zwischen einer gewachsenen Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft

Bülgenauel Unterdorf ist nicht über Nacht entstanden.

1960er: #

Bereits in den 1960er Jahren entwickelte sich das Gebiet als Wochenend- und Erholungsgebiet an der Sieg. Über Jahrzehnte wurden Häuser gebaut, erweitert und modernisiert. Die Gebäude entwickelten sich von einfachen Wochenendhäusern hin zu einer Mischung aus klassischen Ferienhäusern und massiven Wohnhäusern, wie man sie auch in vielen Wohngebieten findet.

Diese Entwicklung geschah nicht im Verborgenen. Bauvorhaben wurden genehmigt, Infrastruktur geschaffen und öffentliche Investitionen getätigt.

1980er: #

Nach dem schweren Hochwasser von 1984 wurde der Damm durch die Stadt Hennef mit öffentlichen Mitteln verstärkt und erhöht.

1990er: #

In den 1990er Jahren folgte die Erschließung mit Frisch- und Abwasserkanalisation. Strom, Telefon, Internet, Müllabfuhr sowie die Pflege von Wegen und Dämmen wurden eingerichtet.

Für viele Eigentümer entstand dadurch ein nachvollziehbares Bild: Das Unterdorf war ein gewachsener Ort mit Zukunft.

Menschen investierten ihre Ersparnisse in ihre Häuser. Einige nutzten sie als Wochenenddomizil, andere verbrachten immer mehr Zeit dort. Es entstanden Nachbarschaften, Freundschaften und eine Gemeinschaft, die bis heute eng mit Bülgenauel verbunden ist.

Die Bewohner engagierten sich über viele Jahre für die Natur, die Landschaftspflege, das Vereinsleben und die Region. Das Unterdorf war kein Problemfall, sondern ein ruhiger und aktiver Teil der Gemeinschaft.

2010er…: #

Heute erleben viele Eigentümer eine Entwicklung, die sie nur schwer nachvollziehen können.

Während über Jahrzehnte Infrastruktur geschaffen, Häuser genehmigt und Investitionen ermöglicht wurden, stehen zahlreiche Gebäude heute vor dem Abriss. Grundstücke und Häuser haben erheblich an Wert verloren. Viele Familien leben seit Jahren mit der Unsicherheit, ob ihr Zuhause und ihre Altersvorsorge Bestand haben werden.

Für manche bedeutet dies nicht nur finanzielle Belastungen, sondern auch erhebliche psychische Belastungen. Die Sorge um die Zukunft begleitet viele Betroffene inzwischen seit mehr als einem Jahrzehnt.

Dabei stellen die Bewohner den Hochwasserschutz ausdrücklich nicht infrage.

Im Gegenteil.

Die Menschen im Unterdorf wünschen sich Lösungen, die Hochwasserschutz, Naturschutz und den Erhalt bestehender Werte miteinander verbinden.

Aus ihrer Sicht sollten Möglichkeiten geprüft werden, die sowohl den Schutz der Bevölkerung als auch den Erhalt des Unterdorfs ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise die Verbesserung bestehender Dammanlagen, die Schaffung zusätzlicher Retentionsflächen, moderne Hochwasserschutzmaßnahmen und klare Regeln für die zukünftige Entwicklung des Gebietes.

Die Bewohner möchten keinen Konflikt.

Sie wünschen sich einen offenen Dialog.

Nicht gegeneinander.

Sondern miteinander.

Denn am Ende verfolgen alle dasselbe Ziel:

Menschen schützen. Wohnraum erhalten. Natur bewahren. Zukunft gestalten.